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So, Lena, jetzt hast du Konkurrenz, ich bin schon eine ganze Weile dabei, einen Fantasy-Story zu schreiben, ich hab sogar ne Karte gemalt, so ganz Tolkien-Style! Viel Spaß beim lesen


Terrakos

Band 1: Nersalias Untergang

Prolog


„1…2…3…4…5…6…7…8…9…10…15…16…19…20…23…27..30. Ich komme!“
Splash nahm die Hände von den Augen und sah sich um. Zu seiner linken lag das Westufer des heiligen Sees, der von den ewigen Wäldern umgeben war. Ein prima Ort, um Verstecken zu spielen.
Er lief los, seine wachsamen Augen tasteten sorgfältig die Bäume um ihn herum ab. Wie immer fand er Wescha fast sofort.
Wescha war ein wenig tollpatschig und eine Niete beim Versteck-Spiel. Sein blau schimmernder Fuß ragte ein ganzes Stück aus dem spärlich bewachsenen Busch, der ihm als Versteck diente.
Splash tat zunächst so, als hätte er ihn nicht gesehen, schlenderte an dem Busch vorbei, um sich dann ohne Vorwarnung auf seinen Fuß zu stürzen.
„Hab dich, Wescha!“
„Ach, manno, jetzt muss ich schon wieder suchen!“
„Häng doch beim nächsten Mal ein Hinweis-Schild vor dein Versteck, damit es noch einfacher wird!“
„Ich habe nicht ganz in den Busch gepasst, da habe ich Blätter über meine Beine geschüttet, ich dachte…“
„Ist doch auch egal, lass uns einfach Tessi suchen!“
Tessi war der dritte im Bunde. Die drei waren unzertrennlich und kamen oft hierher, um am Ufer des Sees und in den Wäldern zu spielen. Manchmal saßen sie auch einfach nur in ihrem hohlen Lieblingsbaum, eine uralte Eiche, und alberten herum. Das war eine spaßige Abwechslung gegenüber dem Leben in ihrem Heimatdorf Ilion, das ein Stück südöstlich vom heiligen See lag.
„Okay, ich gehe hier lang, du guckst in der Nähe des Sees“, schlug Wescha vor.
Splash ging also ein Stück am Seeufer entlang, als er plötzlich einen lauten Knall hörte, gefolgt von den panischen Schreien eines Kindes.
„Tessi!“, rief er entsetzt aus und rannte in die Richtung, aus der der Schrei kam.
Da ertönte ein zweiter Knall, diesmal viel näher und eine heiße Druckwelle blies ihm Laub und Stöcker ins Gesicht.
„Splash, das sind die Fironianer! Sie haben unseren Baum…“
Das war Wescha, der von der Seite angerannt kam, doch eine weitere Explosion warf ihn zu Boden.
„Wescha!“ Entsetzt machte Splash einen Satz auf ihn zu.
Der Wald brannte und es waren brüllende Stimmen zu hören.
Wescha stöhnte. Er dampfte und das Laub um ihn herum wurde feucht.
Wescha verlor Wasser!
Splash wusste, er musste ihn schnell zum See bringen, um ihn zu retten. Doch da brachen mehrere Fironianer-Krieger aus dem brennenden Wald hervor. Ihre schwarzen Augen lenkten ihren Blick auf die beiden Kinder, die dort am Boden lagen.
Als Splash die Fironinaer erblickte, die er bislang nur aus Erzählungen kannte, bekam er noch mehr Angst, als er sowieso schon hatte. Sein einziger Gedanke war Weg hier!!!
Und er rannte los, hinein ins Dickicht. Geschickt wich er den vorbeirasenden Bäumen aus.
Doch da schleuderte ihm einer der Soldaten schon einen Feuerball hinterher.
Dieser schlug in den weichen Waldboden ein, und überschüttete Splash mit einem Haufen Laub und Dreck. Das war zu viel für ihn. Es wurde schwarz vor seinen Augen…

„Ich glaube, du hast ihn verfehlt!“
„Und wenn schon, wir müssen schnell weiter, unser Ziel ist der See!“
Der fünf Mann starke Trupp eilte los, um sein Ziel zu erreichen: Den Schrein am Nordufer des Sees…


1.Kapitel

„DAS DARF NICHT WAHR SEIN!!!“
Yorak zuckte zusammen. „Mein Gebieter, hört mich an!“
„Ich habe dich lange genug angehört! Seit elf verdammten Jahren versuche ich schon, die Herrschaft über Nersalia zu erringen! Doch es scheint mir fast so, als wärst du als Kriegsherr gerade so geeignet, wie Wasser, um ein Feuer zu schüren!“
Azak, der Herscher über Fironia, kochte regelrecht vor Wut.
„Aber genau das ist der Punkt! Ihre Waffen fügen uns zu große Verluste zu, als dass wir Fortschritte machen könnten.“
„Ach ja? Und wie willst du dieses Problem beseitigen?“ Das war natürlich das einzige, was ihn interessierte.
„Ich denke, wir müssen am ursprünglichen Plan festhalten!“
„Wir halten seit elf Jahren an diesem Plan fest! Warum sollte es dir jetzt plötzlich gelingen, das Wasser aus diesem verfluchten See zu entwenden?“
„Nun, als wir vor elf Jahren ebendies zum ersten Mal versuchten, war es ein Überraschungsangriff, ein kurzer Überfall. Völlig simpel! Wir schleichen ungesehen an den See, füllen unsere Gefäße und verziehen uns wieder. Doch die Mission scheiterte, weil wir die Macht des Seewassers unterschätzten. Es zehrte an den Kräften unsere Soldaten und sie kamen viel zu langsam voran, bis sie von Nersalianern eingeholt und getötet wurden. Auch spätere halbwegs erfolgreiche Übergriffe endeten auf dem Heimweg, weil die verfluchte Kraft des Wassers unsere Soldaten schwächte! Das Problem lag also nur in den Transportmöglichkeiten.“ Er machte eine Pause, denn er wollte diesen Moment genießen. „Und unsere Magier haben es nun endlich gelöst!“
Azak sprang auf. „Wie!?“
„Sie haben einen magischen Behälter entwickelt, der die Magie des heiligen Wassers absorbiert und unsere Soldaten vor ihr schützt.“
Azak dachte einen Moment nach, bevor er einwarf: „Das könnte funktionieren, aber da ist noch ein Problem. Heute ist der See natürlich viel stärker bewacht, als damals. Wie willst du unbemerkt dorthin kommen?“
„Mein Plan sieht so aus: …“
Nachdem er seinen Plan geschildert hatte, sagte Azak in drohendem Tonfall: „Ich hoffe für dich, dass das funktioniert! Ansonsten bist du die längste Zeit mein Berater gewesen!“
„Ich werde euch nicht enttäuschen, Meister! Bald schon wird ER erwachen und den Untergang Nersalias besiegeln.“
Mit einer Handbewegung beschwor er einen Feuerball herauf, sprang hinauf und flog durch das steinerne Tor des Thronsaals hinaus in die geschwärzten Straßen von Faramol.

2.Kapitel

„Splash, achte auf deine Deckung! … Schon besser! Gut pariert! … Sismo, spring nicht herum wie ein Kind! … Okay, das reicht! Essenszeit!“ Damit ging Luri, der befehlshabende Offizier, in Richtung der großen Essenszelte, wo die Soldaten ihre Mahlzeiten einnahmen.
Splash deaktivierte sein Wasserschwert, dessen blau schimmernde Klinge im Griff verschwand. Sismo tat es ihm gleich.
„Ich hatte richtig Angst, als ich hörte mit dir trainieren zu müssen“, gab Sismo zu.
„Angst? Vor mir?“
„Du musst zugeben, wenn du kämpfst, bist du wie besessen. Allein dein Gesichtsausdruck…“
„Jetzt übertreibst du aber!“
Die beiden Freunde machten sich mit den anderen Soldaten auf den Weg.
„Alle sagen das!“
Splash schwieg. Seine Gedanken drifteten, wie schon so oft, in die Vergangenheit zurück. Zu jenem Tag, an dem er seine einzigen Freunde verlor. Getötet von Fironianern. Nachdem man ihn gefunden und seine Verletzungen geheilt hatte, schwor er, sich eines Tages dafür zu rächen. Zehn Jahre später trat er der Armee bei, wo er sofort zu den besten Anfängern gehörte.
Sie erreichten die Zelte und nahmen ihren Platz an den langen Tischen ein, wo für jeden schon eine Schale mit Wasser bereitstand. Essen bedeutete für Nersalianer eigentlich trinken. Sie konnten ein ganzes Leben lang mit nichts außer Wasser überleben. Zu besonderen Anlässen aßen sie aber auch verschiedene Waldfrüchte wie Eicheln oder Kastanien, doch nie mehr als eine oder zwei.
„Ich will endlich kämpfen!“, sagte Splash unvermittelt.
Sismo sah ihn mit dem Mund voll Wasser an. Er schluckte und sagte dann: „Ich glaube, wir werden früh genug in die Schlacht geschickt. Du solltest es dir nicht auch noch herbeiwünschen!“
Splash wollte noch etwas sagen, doch er schluckte seine Worte runter, als er den Klang der großen Alarm-Glocke vernahm. Sismo klappte der Mund auf. Hektik brach aus. Die Soldaten tranken schnell ihre Schalen leer und eilten nach draußen auf den Übungsplatz, um sich, wie schon so oft geübt, in Reih und Glied aufzustellen.
Sismo stand neben Splash. Er raunte ihm zu: „Na toll, das hast du jetzt von deiner Wünscherei!“
„RUHE!“ Das war Luri. „Heute habt ihr Gelegenheit, eure Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld zu zeigen. Unsere Späher berichten von einem großen Trupp Fironianern, der die Grenze südöstlich von hier überquert hat und sich Richtung Westen bewegt. Wir werden Ilion verlassen und sie abfangen. Zeigt diesen lodernden Feuerteufeln, dass dies unser Land ist und es auch bleibt! Möge die Göttin euch begleiten!“
Jetzt endlich ist es soweit! Wescha, Tessi, heute werden sie für das, was sie euch angetan haben, büßen, dachte Splash, als sich die Armee in Bewegung setzte.

3.Kapitel

„Ruhe jetzt!“, zischte Ash seinen vier Untergebenen zu. „Wir nähern uns dem See!“
Lautlos schlich die kleine Gruppe Elitekämpfer weiter durch den Wald. Die Sonne hatte gerade ihren höchsten Stand erreicht. Ash wusste, dass sie schnell zuschlagen mussten, wenn sie diese Mission erfolgreich abschließen wollten.
Mit wenigen Handzeichen brachte er seinen Trupp zum Stillstand. Die beiden Bogenschützen nahmen ihre Waffen von den Schultern. Auf Ashs Zeichen hin spannten sie die Sehnen, wobei ihre Schützenringe am Mittelfinger aufleuchteten und einen Pfeil aus Feuer heraufbeschwörten. Beim nächsten Handzeichen, ließen sie ihre tödlichen Geschosse in die Baumwipfel vor ihnen fliegen. Die dort oben postierten Wachen stöhnten auf und fielen mit einem gedämpften Platscher auf den weichen Waldboden.
Jetzt mussten sie schnell sein! Ash und die beiden anderen Schwertkämpfer beschworen ihre Reit-Feuerbälle hinauf, aktivierten ihre Flammenschwerter und jagten auf den See zu.
Das wird ein Kinderspiel!, dachte Ash, als er den Verteidigungsturm des Sees sah. In seiner Hand knisterte bereits ein Feuerball, bereit, abgefeuert zu werden.

4.Kapitel

Die Mittagssonne brannte ihnen in den Nacken, nur vereinzelt waren Wolken an zu sehen. Es hätte ein schöner Tag werden können. Stattdessen durchlebten einige von ihnen einen Albtraum. Das etwa fünftausend Mann starke Regiment von Ilion marschierte zügig und schweigsam in südöstlicher Richtung. Die Gedanken der Soldaten waren hauptsächlich bei ihren Familien und bei der Frage, ob sie sie je wieder sehen würden…
Splash hatte einen merkwürdigen Gesichtsausdruck. Sismo beobachtete ihn von der Seite und machte sich sorgen. Er kannte Splash’ Vergangenheit. Und er wusste von seiner Wut auf die Fironianer. Jetzt, da er endlich die Gelegenheit hatte, sich zu rächen… Sismo befürchtete, Splash könnte alle Vorsicht und Taktik vergessen, und wie eine Furie im Alleingang in die Reihen der Feinde rennen. Das würde seinen sicheren Tod bedeuten, da war er sich sicher!
Splash gingen zahllose Gedanken durch den Kopf. Immer wieder sah er die Gesichter von Tessi und Wescha. Sah, wie sie lachten, wenn sie in ihrem alten Baum herumalberten. Dann sah er die Fironianer… brennende Bäume… Feuerbälle… Weschas verwundeten Körper… Wut schäumte in ihm auf wie die Gischt an einem Wasserfall. Er packte den Griff seines Schwertes und eine grimmige Vorfreude auf den Kampf erfüllte ihn.
„Ist alles in Ordnung mit dir?“, fragte Sismo vorsichtig. Es dauerte einen Moment, bis Splash merkte, dass er gemeint war.
„Ja… alles in Ordnung“, sagte er ein wenig geistesabwesend.
Ein kurzes Schweigen trat ein, während dessen man nichts anderes hörte, als die rhythmischen Schritte der Krieger.
„Splash, versprich mir eins!“
Splash wandte erneut seinen Kopf zu ihm um. „Ja?“
„Versprich mir, dass wir nach dem Kampf gemeinsam nach Ilion zurückkehren können!“
Wieder blitzten die Gesichter von Tessi und Wescha vor Splash’ Augen auf. Dann stellte er sich vor, wie Sismo von einem Feuerball in Stücke gerissen wird. Das würde er unter keinen Umständen zulassen! Er würde nicht noch einen Freund an diese verdammten Fironianer verlieren!
„Ich verspreche es! Heute Abend werden wir gemeinsam unseren ersten Sieg feiern.“
Bevor Sismo noch etwas sagen konnte, erschallte Luris Befehl: „ABTEILUNG – HALT!“
Plötzliche Stille trat ein, als die Nersalianer anhielten.
„Die Fironianer sind nicht mehr weit, wir können sie bereits sehen! Wir werden hier auf diesem Hügel auf sie warten. KAMPFFORMATION EINNEHMEN!“
Jeder wusste, was er zu tun hatte. Die Nahkämpfer, zu denen auch Splash und Sismo gehörten, stellten sich in Sechserreihe auf. Dahinter gingen Bogenschützen in Stellung. Die erfahreneren Krieger, so genannte Adepten, die in der Lage waren, Wellen heraufzubeschwören, auf denen sie, ähnlich den Feuerbällen der Fironianer, reiten konnten und sich so schneller vorwärts bewegen konnten, postierten sich an den Flanken der Formation.
Splash stand an vorderster Front. Er hatte einen perfekten Blick. In etwa drei Kilometern Abstand, so vermutete er, sah er eine glühende Masse auf sie zurollen. Er schätzte die Zahl der Fironianer nicht größer ein, als ihre eigene. Aufgrund ihrer leicht erhöhten Lage konnte er nicht nur deren Front sehen. Sein Blick reichte bis zur letzten Reihe dieser verabscheuungswürdigen Mörder. In wenigen Minuten würde auch er ein Mörder sein, wurde ihm in diesem Moment bewusst. Das hinterließ ein unangenehmes Gefühl in seiner Magengegend. Doch er schüttelte es schnell ab, damit er sich voll und ganz auf den bevorstehenden Kampf konzentrieren konnte.
Er sah zu Sismo. Dieser versuchte, einen entschlossenen Blick aufzusetzen, doch Splash konnte Angst in seinen Augen sehen.
„Ich werde mein Versprechen nicht brechen!“, sagte er.
Sismo lächelte kurz. „Möge die Göttin uns beschützen!“
Kurz darauf übertraten die Fironianer die Grenze der Reichweite der Bögen. Luri gab das Kommando, woraufhin ein blau schimmernder Pfeilhagel auf ihre Gegner niederprasselte. In diesem Moment schien die glühende Masse noch dichter zu werden. Nach einem kurzem Moment des Schreckens, fiel Splash jedoch die einfache Erklärung ein: Sie hatten ihre Waffen und Schilde aktiviert. Viele der Pfeile trafen ihr Ziel und brachten einzelne Kämpfer zu Fall. Andere verdampften, als sie von einem der flammenden Schilde abgewehrt wurden, oder versanken im Boden.
Nun war es auch für Splash und die anderen Schwertkämpfer an der Zeit, Schwert und Schild zu aktivieren. Tausende blau leuchtende Klingen fuhren aus den Griffen in die Höhe, während die Bogenschützen bereits ihre zweite Salve losschickten.
Jetzt kam die Antwort der Fironianer. Splash und Sismo duckten sich schnell hinter ihre Schilde, während die Pfeile auf sie niederprasselten. Dann kam Luris Befehl: „ATTACKE!“
Endlich, dachte Splash. Er war einer der ersten, der mit erhobenem Schwert nach vorne schnellte und sich in die feurigen Fluten warf.
Wie im Rausch schwang er sein Schwert gegen den erstbesten Gegner, der aber abwehrte und seinerseits sein Schwert schwang. Splash wich mit einer geschickten Drehung aus und traf den Fironianer am Bein, worauf er mit einem Schmerzensschrei zu Boden ging. Schon kam ein anderer über ihn hinweg gesprungen und nahm seinen Platz ein. Nach einer gut parierten Schlagfolge, gelang es Splash, ihn zu enthaupten.
„Das ist für Tessi!“, schrie er.
Um ihn herum herrschte das absolute Chaos. Nebenbei versuchte er, Sismo auszumachen. Dieser kämpfte rechts neben ihm. Gerade in diesem Moment wurde ein Nersalianer neben Sismo niedergestreckt. Der verantwortliche Fironianer wandte sich nun ebenfalls Sismo zu. Dieser wich zurück.
Das werdet ihr mir nicht noch einmal antun! dachte Splash und griff Sismos Gegner von der Seite an. Der erste hatte nicht damit gerechnet und sein Wasserschwert durchbohrte ihn. Es zischte und dampfte wie beim Schmieden eines Ringes. Gerade wollte er sich um den anderen kümmern, doch Sismo hatte ihn bereits erledigt.
Für eine Verschnaufpause war keine Zeit. Weitere Kämpfer strömten nach.
Plötzlich übertönte eine Explosion die Schreie der Kämpfenden. Kurz darauf schlug ein Feuerball hinter Splash ein und brachte vielen seiner Kameraden den Tod. Ein Blick nach oben verriet ihm den Ursprung der Feuerbälle, die jetzt auf die Nersalianer herabregneten. Mehrere Elite-Kämpfer der Fironianer flogen auf ihren Feuerbällen über ihn hinweg und streuten Vernichtung in die Reihen der Nersalianer. Doch er hatte keine Zeit sich Sorgen zu machen. Schon schwang er sein Schwert weiter.

Luri flog auf seiner Wolke über seinem Regiment und feuerte zielsuchende Wasserscheiben in die Fironianer-Massen. Da sah er dutzende Elite-Kämpfer aus der Menge aufsteigen und ihre tödlichen Geschosse in die Menge schleudern. Er brüllte einen Befehl an die Kommandeure der Adepten, die neben ihm schwebten. Diese rasten zu ihren Kompanien, woraufhin sofort Wasserbälle in den Himmel schossen. Luri lenkte seine Scheiben ebenfalls auf die Fliegenden zu.
Sie konnten zu ihrem Verhängnis werden, wenn sie nicht so schnell wie möglich zurückgetrieben wurden…

5.Kapitel

Eine Explosion zerriss die idyllische Stille, die über dem heiligen See hing. Der östliche Wachturm brannte und fünf Fironianer brachen, auf Feuerbällen reitend, aus dem Wald hervor. Die Priester, die sich zufällig in der Nähe des Turms befanden, aktivierten ihre Schwerter, beschworen ihre Reiterwellen herauf und eilten herbei.
„Wie abgesprochen, wir können uns keine Fehler erlauben!“, rief Ash seinem kleinen Trupp zu. Weitere Feuerbälle wurden den Nersalianern entgegen geschleudert. Ash wich einigen Wasserbällen aus und hielt geradlinig auf den See zu, während seine Soldaten die Priester in Nahkämpfe verwickelten.
Er erreichte das Ufer unbeschadet. Ein Angstschauer durchfuhr seinen Körper und ließ ihn auflodern. So viel Wasser, so viel Wasser! Doch er durfte jetzt keine Schwäche zeigen! Er flog noch ein Stückchen weiter, ließ das steinerne Gefäß, das er bei sich trug, an einem Seil herab. Der schwarze Würfel glühte auf und ließ das Wasser in einer kleinen Säule aufsteigen. Als es den Würfel berührte, hüllte Ash plötzlich eine zischende Dampfwolke ein, die schmerzlich auf seiner Haut zu spüren war. Dann hörte das Zischen auf. Der Würfel war voll und die in ihm enthaltene Magie hatte ihn versiegelt. „Zeit zu verschwinden!“
Er raste wieder davon.
Seine Männer hatten in der Zwischenzeit ganze Arbeit geleistet. Fünf Priester lagen am Boden, eingebettet in eine Pfütze. Ash wusste, warum er sie für diese Mission gewählt hatte. Doch sie würden nicht ewig kämpfen können. Es war Zeit für den Rückzug, wie er ihnen mit diversen Handzeichen deutlich machte. Im Vorüberfliegen enthauptete er einen kämpfenden Priester mit dem Schwert. Er hielt auf die Bäume zu. Ein Schulterblick verriet ihm, dass er von einigen Priestern des Meister-Ranges verfolgt wurde. Sie waren aber noch weit genug entfernt, er würde ihnen ohne Probleme entkommen. Seine Männer würden sich um sie kümmern, wenn sie zum Problem werden sollten.
Unter ihm rasten die Baumwipfel des ewigen Waldes hinweg, während er sich unaufhaltsam der Grenze näherte. Dann hörte er das Zischen, einer Wasser-Disk hinter sich.
„Ausschwärmen und Gegenangriff starten!“, brüllte er seinen Männern zu. Er selbst flog ein gewagtes Manöver, bei dem er im Sturzflug auf die Bauwipfel zuraste, die Scheibe hinter sich spürend. Kurz vor dem Aufschlag lenkte er seinen Flug wieder in die Waagrechte. Die Scheibe verschwand in den Bäumen. Er sah sich nach seinen Männern um. Nur drei waren zu sehen. Das Schicksal des vierten ließ sich durch ein schwelendes Loch im Blätterdach unter ihnen erahnen. Doch auch die Priester waren weniger geworden. Zu viert waren sie noch.
Kein Problem für meine Soldaten! Ash flog wieder seinem ursprünglichen Ziel entgegen. Dass das heilige Wasser gerettet wurde, war das einzige, was zählte. Doch schon wieder bemerkte er eine Wasserscheibe, die ihn verfolgte. Verdammt! Ein erneutes waghalsiges Flugmanöver ließ die Scheibe zunächst vorbeifliegen, doch sie drehte und jagte nun frontal auf ihn zu. Er konnte nicht mehr ausweichen. „Neeeiiinn…“ Doch sein Todesschrei kam zu früh. In dem Moment, als er dachte, die Scheibe würde seinen Brustkorb vom Bauch trennen, leuchtete der Wasserbehälter auf und absorbierte die Scheibe. Da erst wurde Ash der wahren Macht bewusst, die der schwarze Würfel besaß. Die Magier in Faramol hatten wirklich ganze Arbeit geleistet. Er ließ die Kämpfenden hinter sich und schon bald lichtete sich der Wald und Anurion, umarmt von den roten Bergen, tauchte vor ihm auf. Er hatte es bald geschafft, dort würde ihn keiner mehr aufhalten. Schon träumte er von seiner Belohnung, die er ohne Zweifel bekommen würde.



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