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6.Kapitel

Splash hatte sein Zeitgefühl verloren. Er hatte das Gefühl in einem nicht enden wollenden Traum gefangen zu sein. Die Kampfszene erschien ihm unwirklich, da sie nun von einem stetig dichter werdenden Nebel überlagert wurde. Vor ihm eine endlose Wand aus Fironianern! Dutzende Schwerter, die sich gegen ihn erhoben. Der Boden zu seinen Füßen war von matschiger Asche übersäht. Er ekelte sich. Was war in ihn gefahren, dass er sich auf diese Schlacht gefreut hatte? Sein Rachedurst! Er hatte sich darauf gefreut, endlich seine Freunde rächen zu können. Das hatte er jetzt. Sein Schwert hatte schon vielen Fironianern den Tod gebracht. Es reichte ihm. Wie lange sollte diese Schlacht noch dauern?
Zum x-ten Mal sah er sich nach Sismo um. Er kämpfte unweit ein Stück hinter ihm. Er war also noch am leben. Mein Versprechen! Ich werde dafür sorgen, dass wir beide überleben! Das ist es, wofür ich weiterkämpfe!
Gelegentlich waren noch Detonationen zu hören, wenn tödliche Feuerbälle in den Reihen der Nersalianer einschlugen. Sismo nahm sie kaum noch war. Dazu konzentrierte er sich zu sehr auf seine nicht weniger werden wollenden Widersacher. Er durfte nicht aufgeben. Weiterkämpfen! Du bist zu jung zum Sterben, Sismo! Töte sie, oder sie töten dich! Sich auf diese Weise selbst anstachelnd, schlug er sein Schwert immer wieder auf seinen Gegner zu. Dessen schwarze Augen strahlten eine Entschlossenheit aus, die Sismos Mut schwächte. Dennoch schaffte er es, ihn zu besiegen. Woraufhin der nächste flammende Kämpfer nachrückte.

Luri war optimistisch. Durch den Nebel konnte er gerade noch die Fortschritte erkennen, die seine Armee machte. Die Fironianer wurden immer mehr den Hügel hinuntergedrängt. Die Elite-Kämpfer hatten sich auf den Boden zurückgezogen. Es war nun an der Zeit, seine Gegner in die Zange zu nehmen. Die beiden Kommandeure der Adepten-Kompanien schwebten neben ihm.
„Befiehlt den Angriff auf die Flanken!“
Mit einem Nicken flogen sie zu den beiden Seiten der Formation, wo die Adepten auf neue Befehle warteten.
„Auf die Wellen!“, riefen die Kommandeure auf beiden Seiten, woraufhin zweihundert Adepten-Ringe aufleuchteten und Wasser heraufbeschwörten, auf dem die erfahrenen Kämpfer nach vorne schossen. Sie ritten an ihren eigenen Leuten vorbei, erreichten die Flanke der Fironianer, die sie sofort mit Wasserbällen beschoss.

Ich denke, das reicht! Yorak stand von Leibwächtern umzingelt hinter seiner Armee. „RÜCKZUG!“ brüllte er. Dieser Befehl erklang nun über dem ganzen Schlachtfeld, von seinen Leuten immer wieder wiederholt und weitergegeben. Die übrig gebliebenen Elite-Kämpfer erhoben sich wieder in die Lüfte und bombardierten die Front der Nersalianer mit Feuerbällen, während die übrigen Soldaten den Hügel hinunter rannten.

Splash brachte seinen Gegner zu Fall. Zu seinen Füßen winselnd bekam er sein kaltes Schwert zu spüren. Als Splash wieder aufsah, um sich seinen nächsten Gegner auszusuchen, musste er überrascht feststellen, dass die Fironianer davonliefen. Freude stieg in ihm auf, doch sie wurde im gleichen Moment wieder zu Nichte gemacht. Ein Feuerball flog direkt auf ihn zu! Schnell erhob er sein Schild und tat einige hastige Schritte Rückwärts.
Schmerzen durchliefen seinen ganzen Körper, als der Feuerball auf seinen Schild traf. Die Wucht warf ihn auf den Boden, während der Schildring an seiner Kraft zehrte, um ihn vor dem Feuer zu schützen.

Gerade als die Kompanie der Adepten in die glühende Flanke preschte, geriet die Fironianer-Armee in Bewegung. Sie zogen sich zurück! Gleichzeitig erhoben sich die Elite-Kämpfer erneut aus der rot glühenden Masse. Sie flogen noch einmal auf die Nersalianer zu und feuerten schon die ersten Feuerbälle ab.
Der Kommandeur schrie einen neuen Befehl: „Zielt auf die Elite-Kämpfer!“
Sofort flogen zahlreiche blau leuchtende Wasserbälle auf die Fironianer in der Luft zu. Die meisten fanden jedoch nicht ihr Ziel: Die Fironianer schossen ein paar Feuerbälle auf die Bodentruppen und kehrten dann um, um sich ebenfalls zurückzuziehen.
Die Adepten rasten hinter ihnen her und schossen weitere Wasserbälle ab. Doch eine Feuerpfeil-Salve, abgefeuert von einer Reihe Bogenschützen, die sich am Fuß des Hügels formiert hatte, während die Nahkämpfer weiter flohen, zwang die Adepten anzuhalten.
Da hörten sie Luri brüllen: „RÜCKZUG! DAS REICHT! KÜMMERT EUCH UM DIE VERLETZTEN!!!“
Also drehten die beiden Adepten-Kompanien und ritten zu den Fußtruppen zurück, wo zahlreiche dampfende Körper am Boden lagen.

Jemand drückte ihm etwas an den Mund. Kurz darauf floss eine eisig kalte Flüssigkeit in seinen Mund. Splash Bewusstsein kehrte zurück. Das Wasser des hl. Sees tat ihm gut. Sein dampfender Körper wurde auf magische Art und Weise gekühlt. Und das Gefühl der Trockenheit, dass er noch kurz zuvor gehabt hatte, verschwand.
Der Adept nahm die Phiole von Splash’ Lippen und eilte schnell zu einem weiteren Verletzten.
„Splash! Sag doch was!“ Sismo stürzte sich auf hin und sah ihm in die Augen.
Mit schwacher Stimme antwortete Splash: „Es geht mir gut! Ich habe mein Versprechen eingehalten!“
Sismo lachte. „Ja, wir haben gewonnen, ich kann es gar nicht fassen!“


Die Nacht war längst hereingebrochen, als Luris Regiment das Militärlager von Ilion erreichte. Wer nicht selbst laufen konnte, wurde von einem Adepten auf seiner Welle mitgenommen.
Die Soldaten wurden in ihre Quartiere geschickt und Luri freute sich schon auf ein wenig Schlaf. Er betrat seine bescheidene Unterkunft, eine kleine Holzhütte, ausgestattet mit einem Bett, einem Schreibtisch, der mit Kartenmaterial übersät war, und einem Stuhl. Alle Möbel waren aus dunklem Holz gezimmert.
„Na, endlich!“ Eine Gestalt erhob sich von dem Stuhl.
„Wer seid ihr?“, fragte Luri erschrocken. Er ließ seinen Meisterring aufleuchten und sah nun, wen er vor sich hatte.
„Mein Name ist Wason, Botschafter des Königs. Ich bin erst seit kurzem im Dienst des Königs, deshalb erwarte ich nicht, dass Ihr mich schon einmal gesehen habt.“ Nein, Luri hatte ihn wirklich noch nie gesehen. Er hatte matte türkisblaue Haut, ein schmales Gesicht und kurz geschnittene helle Haare. Er stand da mit geradem Rücken und hervorgeschobenem Kinn. Sein Selbstbewusstsein sprang ihm förmlich aus den Augen.
„Ich bin gekommen, um Euch das hier zu geben.“ Er reichte Luri eine Rolle Papier, die mit einem mit Harz bestrichenem Eichenblatt versiegelt war: Das Zeichen des Königs.
Luri entfernte das Siegel vorsichtig, entrollte die Botschaft und las im Licht seines Ringes. Dabei verfinsterte sich seine Mine. Schließlich sagte er: „Bei allem Respekt, dem König gegenüber… das ist lächerlich!“
Wason schien das als persönliche Beleidigung hinzunehmen und wurde lauter. „Das habt Ihr nicht zu entscheiden! Tut einfach, was Liquidon befiehlt.“
„Liquidon will Anurion einnehmen! Eine Stadt umringt von Bergen, nur zu einer Seite offen, die natürlich von einer hohen Mauer geschützt wird. Um diese Stadt einzunehmen ist eine gigantische Armee nötig. Ich soll mehr als die Hälfte meiner Männer entsenden! Und wer soll dann bitte Ilion verteidigen? Erst heute gab es einen Angriff, bei dem wir jeden Mann brauchten. Das ist unmöglich!“
„Der König erhofft sich durch die Einnahme von Anurion, den Truppennachschub unserer Feinde zu schwächen. Ihre Ringschmieden sind in Anurion!“
„Das funktioniert nicht! Es wird in einem Desaster enden! Wir liefern Ilion damit den Fironianern aus.“
„Liquidon ist scheinbar bereit dieses Risiko einzugehen. Er glaubt, es könne funktionieren. Doch er braucht eure Unterstützung! Darnassils Truppen schlagen nordöstlich des heiligen Sees ein Lager auf. Ihr werdet bei Sonnenaufgang Unterstützung dorthin senden, sofern Ihr nicht an einer Degradierung interessiert seid!“
„3000 Mann! Das wird Ilions Untergang sein! Das muss Liquidon doch verstehen!“
„Ihr solltet dem König mit mehr Vertrauen begegnen! Ich werde ihm berichten, wie Ihr seinen Befehl aufgenommen habt. Und ich rate Euch, ihn auszuführen, bei der Göttin! Das ist mein letztes Wort!“
Luri sagte nichts mehr. Wason verließ seine Hütte. Man konnte hören, wie er eine Wolke heraufbeschwor, auf der er nach Darnassil zurück ritt. Da klopfte es an die Tür.
„Was ist denn nun schon wieder?“ Luri war wütend. Ein dunkelhäutiger Mann trat ein. Er trug das Zeichen der Priester an seiner ledernen Weste.
„Entschuldigt die Störung so spät in der Nacht. Ich bin Abgesandter des heiligen Sees.“
„Dann sprecht schnell, ich hatte einen anstrengenden Tag!“
„In Ordnung… heute hat es einen Angriff auf den See gegeben.“
„Was?“
„Einer kleinen Gruppe von Elitekämpfern gelang es, unsere Späher auszuschalten und sie überraschten uns. Sie brannten einen Turm nieder, töteten mehrere Priester und flohen schließlich wieder. Wir verfolgten sie. In der Luft kam es zum Kampf, den wir gewannen, doch ihr Anführer entkam. Wir fürchten, er hat Seewasser entwendet.“
Luri wusste nicht so recht, wie er mit dieser Nachricht umgehen sollte. Was bedeutete das? Was wollen Fironianer mit Wasser anfangen? Wie auch immer, wenn sie erfolgreich waren, konnte das nur eine schlechte Nachricht sein. Vielleicht hatte der König doch Recht, vielleicht wurde es wirklich Zeit, den Fironianern mal zu zeigen, dass man sie nicht ungestraft angreifen konnte.
Dennoch nagten irgendwo in seinem Hinterkopf Zweifel daran, dass es ihnen möglich war, Anurion einzunehmen. In dieser Nacht konnte er nicht schlafen.

7. Kapitel

Genau wie am Vortag ertönten die rhythmischen Schritte. Genau wie am Vortag schob sich nur gelegentlich eine Wolke über die Sonne, die hoch oben am Himmel gemächlich ihren üblichen Bogen beschrieb. Und genau wie am Vortag hing Splash seinen Gedanken nach.
Die 3000 Krieger erreichten den Waldrand, woraufhin die stampfenden lauten Schritte allmählich vom Rascheln zahlloser toter Blätter und vom Knacken hunderter zerbrechender Zweige abgelöst wurden.
Die ewigen Wälder! An anderer Stelle wäre es 3000 Männern nicht möglich gewesen, als geschlossene Formation das andere Ende des Waldes zu erreichen. Doch hier, unweit der Grenze zu Fironia, standen die gigantischen Bäume mit ausreichendem Abstand zueinander, sodass ein Durchkommen ohne größere Probleme möglich war.
Jetzt, da Splash an dem Ort war, der ihm in seiner kurzen Jugend so viel bedeutete, musste er wieder einmal an Wescha und Tessi denken. Gar nicht weit von hier hatte die hohle Eiche gestanden, mit der er so viele schöne Erinnerungen verband.
Und gleichzeitig seine schrecklichste…
Die Fironianer hatten es doch verdient, angegriffen zu werden, oder nicht? Sie sind schuld am Tod vieler unschuldiger Nersalianer. Sie sind schuld daran, dass Splash heute zum ersten Mal seit elf Jahren wieder den Wald betrat! Sie sind schuld daran, dass er zu einem Kind geworden war, das vergessen hatte, wie man lächelt. Sie hatten es verdammt noch mal verdient, bestraft zu werden! Sie sollten alle ausgelöscht werden, am besten noch heute!
Aber stimmte das wirklich? War Splash wirklich bereit, in einer weiteren Schlacht so viele von ihnen wie möglich zu töten? Wozu? Was brachte ihm seine Rache? Tessi und Wescha würden nie wieder lebendig werden. Und wenn er noch so vielen Fironianern sein Schwert in den Rumpf rammte.
Aber wenn nicht aus Rache, welchen Grund sollte er dann noch haben, weiter zu kämpfen?

Sismo atmete tief ein. Die ewigen Wälder! Sein Vater war oft mit ihm hier gewesen. Er hatte ihm alles über die Göttin erzählt. Wie sie die Welt und schließlich die beiden Völker erschaffen hatte, die verschiedener nicht sein konnten. Sismo hatte sich schon oft vorgestellt, wie es in Fironia wohl aussehen mochte. Jedes Mal hatte er eine zerklüftete Fels- und Aschewüste gesehen. Ein abscheulicher Ort! Ohne herrlich duftende Bäume, ohne grüne Wiesen und ohne in der Sonne fröhlich glitzernde Bäche. Nur Feuer und Asche. Wer wollte an so einem Ort schon leben? Er konnte die Fironianer verstehen, dass sie lieber in Nersalia leben wollten. Aber Fironianer in Nersalia? Was würde aus den Wäldern werden? Würden sie auch zu Asche zerfallen? Würde Nersalia in Flammen aufgehen? Und seine Bewohner? Nein! Nichts durfte Sismos geliebtem Land schaden! Er würde diesen verächtlichen Fackeln schon zeigen, wo sie hingehörten.

Nach einiger Zeit waren in der Ferne mächtige Palisaden zwischen den Bäume auszumachen. Der Trupp marschierte weiter, schweigend, nur die Geräusche des Waldes und ihrer Schritte in den Ohren. Ihre Schatten waren schon beträchtlich lang. Bald würde die Nacht hereinbrechen.
Ohne irgendwelche Zwischenfälle erreichten sie bei Sonnenuntergang das Tor des Stützpunktes.
Ihr Kommandant ließ sie halten, während er mit der Wache sprach. Keine Minute später wurde das Tor geöffnet und die 3000 Männer betraten das Lager, indem einiges los war. Andere Soldaten trugen Schwertkämpfe auf dem dazu vorgesehenen Übungsplatz aus, der sich nun vor Splash und seinen Kameraden auftat. Auf den Wehrgängen der Palisaden patrouillierten zahlreiche Wachen, während hoch über ihnen Soldaten des Meisterranges auf ihren magischen Wolken am Himmel kreisten. Die langen Schatten der Palisaden tauchten das gesamte Lager in ein schummriges Licht, welches an vielen Ställen von dem bläulichen Schimmern der Wasserschwerter und –Schilde durchtränkt war. Einzelheiten ließen sich so nicht erkennen. Splash ahnte mehr, als dass er es sah, dass die Fläche hinter dem Übungsplatz mit kleinen Baracken und Zelten ausgefüllt war. Dort würden sie wohl ihre Unterkünfte beziehen.
Man ließ sie antreten, und ihnen wurde ein Schlafplatz zugeteilt. Splash und Sismo kamen in dieselbe Baracke.
Doch bevor sie sich schlafen legen durften, bekamen sie die Möglichkeit ihren Durst zu stillen. Neben dem Platz, in östlicher Richtung, gab es ein großes Zelt, in dessen Innerem mehre Brunnen ausgehoben worden waren. An jedem wartete bereits ein kleines Team, bestehend aus drei bis vier Priestern, das jedem Soldaten eine Schale Wasser aushändigte. Gierig schlangen sie es herunter.
Danach begaben sie sich in ihre Nachtquartiere, wo die meisten von ihnen erschöpft in den Schlaf fielen.



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